Künstleratelier
Bergenthal in
Oberschledorn
Ein Projekt für Kultur und
Region
Projektstufen
· Bestandssicherung und -registrierung· · Bestandskatalog und familienhistorische · Bezüge als
Buchveröffentlichung · Sonderausstellungen
u. a. im Sauerland- Museum in
Arnsberg · Künstleratelier mit Werkstatteinrichtung, Werken und persönlichen Gegenständen als Dauerausstellung
in Oberschledorn
Projektinhalte
· Die Familie
Bergenthal
Von 1887 bis 1994 existierte
in Oberschledorn das Kirchenmalergeschäft Bergenthal. Der Geschäftsgründer
Hermann Bergenthal (1861-1947) hatte in Siegen eine Lehre absolviert und danach
als Gehilfe bei verschiedenen Kirchenmalern in Süddeutschland gearbeitet. Er
malte viele Kirche aus, u.a. in Oberschledorn, Düdinghausen, Referinghau-sen,
Usseln , Siedlinghausen und Dalhausen.
Sein gleichnamiger Sohn
(1891-1975), der bei seinem Vater gelernt und in München erst an der städtischen
Gewerbeschule und anschließend an der Akademie der bildenden Künste als
Meisterschüler bei Martin von Feuerstein studiert hatte, malte sowohl in vielen
Kirche wie in Dorlar, Eppe oder Duisburg-Hamborn und führte Privataufträge aus.
Nach dem Tod des Vaters leitete Hermann Bergenthal jun. das Geschäft zusammen
mit seinen Brüdern Josef (1901-1971) und Robert (1911-1981). Beide Brüder hatten
ebenso bei ihrem Vater gelernt und anschließend die Kunstgewerbeschule in
Dortmund besucht. In der Familie des Hermann Bergenthal jun. wuchs Franz
Rupprath (*1925), der Sohn seiner sehr früh verstorbenen Schwester, auf. Dieser
lernte ab 1939 bei seinem Onkel und stieg mit in das Kirchenmalergeschäft ein.
Nach dem Tod seines Onkels führte er es gemeinsam mit seinem Vetter Robert, dem
Sohn des Robert Bergenthal, bis 1994 weiter.
Ebenso zur Familie gehörten
der Schriftsteller Josef Bergenthal („Münster steckt voller Merkwürdigkeiten“,
„Schinken, Korn und Pumpernickel“) und der Religionsphilosoph Ferdinand
Bergenthal.  Studienkopf in Öl, ca. 1910
Hermann Bergenthal jun.
Projektverlauf
1.
Inventarisieren und
Katalogisieren des Gesamtbestandes, der sich aus Gemälden, Zeichnungen, Skizzen
und Entwürfen, Malereien in Kirchen und Kapellen auch weit über die Grenzen des
Sauerlands hinaus (z. B. Bonn, Dortmund, Tromsö in Norwegen), dem Inventar der
noch komplett erhaltenen Atelierwerkstatt und privaten Gegenständen der
Künstlerfamilie sowie Text- und Bilddokumenten zusammensetzt.
2.
Recherche nach Werken der
Künstlerfamilie über diverse Medien zur überregionalen Bestandserfassung. Dies
bezieht sich einerseits auf noch vorhandene Gemälde wie z.B. Kreuzwegstationen
und Ausmalungen an Wänden und Decken diverser Kirchen und Kapellen. Andererseits
sollen durch Aufrufe und Anfragen über die Medien in Privatbesitz befindliche
Werke aufgefunden und für die Erfassung des Gesamtbestandes inventarisiert und
katalogisiert werden.. 3. Zeitgleich Aufnahme der
Kunst- und Familiengeschichte mit sämtlichen orts- und regionalhistorischen
Bezügen durch Interviews.
4. Erstellung eines
Bestandskatalogs und der Familiengeschichte in Buchform 5. Durchführung regionaler und über-regionalerSonderausstellungen.Mitte 2008 Sonderausstellung
im Sauerland-Museum Arnsberg. 6. Einrichten des
Künstlerateliers Bergenthal (Werkstatt mit Inventar, Ausstellung der Werke und
Familien-geschichte) als Dauerausstellung in Oberschledorn.
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· Die
Werke
In Oberschledorn werden von dem noch in der Malerei
aktiven Mitglied der Familie, Franz Rupprath-Bergenthal, Gemälde, Zeichnungen,
Skizzen und Entwürfe der Künstlerfamilie verwahrt. Es handelt sich um Entwürfe
zu Wand-, Decken- und Altargemälden und Kreuzwegen. Diese Entwürfe sind nicht
nur von hohem künstlerischen, sondern auch von historischem Wert, da viele
Malereien in den Kirchen unwiederbringlich zerstört sind. Bedeutsam besonders
für die Region sind die von Hermann Bergenthal sen. gezeichneten Entwürfe der
ersten Ausmalung der Kirche Oberschledorns aus den Jahren 1901/02. Aquarell
H. Bergenthal sen. 1901Vorlage für erste Ausmalung im Tonnengewölbe
der Kirche Oberschledorns, Krönung Marien
Die meisten Werke
stammen von Hermann Bergenthal jun. und etliche weitere von Josef Bergenthal und
Franz Rupprath-Bergenthal. Neben erwähnten Entwürfen liegen zahlreiche Porträt-
und Charakter- sowie Aktstudien vor, die zum großen Teil aus der
Münchener Akademiezeit des H. Bergenthal jun. (1909-14) stammen. Weiterhin
existieren viele Skizzenbücher, die u.a. Darstellungen von Kriegsschauplätzen in
Frankreich aus dem 1. Weltkrieg beinhalten, sowie eine große Anzahl von
Landschaftsgemälden.
 Innenansicht der
Atelierwerkstatt im Originalzustand
Projektziel
Ziel und Aufgabe des Projektes ist es, die Sammlung
Bergenthal als kulturelles Erbe für das Dorf Oberschledorn, die Region und den
Landesteil Westfalen zu sichern und zu vermitteln.
Bei den Werken der Familie
Bergenthal handelt es sich um Objekte von hohem künstlerischen wie
kunsthistorischen Wert, der durch detaillierte Hintergrund-informationen wie
Entstehungsgeschichte, persönliche und familiäre Geschichte und aufgrund orts-
und regionalhistorischer sowie überregionaler Bezüge
eine zusätzliche Steigerung erfährt.
Angesichts dieser
Verknüpfungen soll die Aufmerksamkeit anderer Museen, kultureller Einrichtungen
und der Kunst- und Kulturwissenschaft auf dieses Projekt gelenkt werden.
Impressum
Leader + - Projekt „Künstleratelier
Bergenthal“ Oberschledorn AKTIV
e.V. Projektleiter: Willi
Dessel Tel.:
02982/41990 e-mail:
w-m.dessel@t-online.de
Wissenschaftliche Leitung:
Dr. Heike Plaß Tel.:
02501/24075 e-mail:
dr.h.plass@muenster.de
Spendenkonten: Stichwort
„Künstleratelier"
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Volksbank Medebach
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Sparkasse
Hochsauerland
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Kto. Nr. 35 122 200
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Kto. .Nr. 15172
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BLZ 400 693 4 |
BLZ 41651770 |
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